Bericht zum Junganglercamp in Mecklenburg vom 10.-12.10.2015

Geschrieben von Bodo Schulze.

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Nach gut 3 Stunden Fahrzeit erreichten ein Teil unserer Gruppe am Samstag Vormittag unser Ziel in Mecklenburg, das Waldhaus-Neu-Canow am Gobenowsee. Nachdem die Ferienwohnung bezogen, der Motor ausgeliehen und unser Vermieter Markus Upmann uns die Details zu den Seen in der Umgebung erklärt hatte, konnte es gegen Mittag endlich mit dem Angeln los gehen. Wir sortierten noch unsere Köder, beluden das Boot und folgten dem Ruf der Kraniche auf den Gobenow- und den Labussee. Die Herbstsonne schien und der Wind wehte kühl aus östlicher Richtung und wir versuchten unser Glück an verschiedenen Stellen und mit unterschiedlichsten Ködern- Irgenwo müssen sich die Raubfische verstecken... Doch sowohl entlang der Schilfkante, in der Nähe der Seerosenfelder, in Flach- und Tiefbereichen- die Fische waren heute sehr mürrisch und wollten nicht beißen. Wir ließen uns nicht entmutigen und nutzten die Zeit, die Gewässer kennenzulernen und die Natur und die Ruhe zu genießen. Am späten Nachmittag konnten wir dann endlich noch einen Fisch an den Hacken locken- ein 50cm langer Hecht biss auf einen 5-er Mepps Spinner in Schockfarbe. Nachdem der Rest unserer Kleinen Angelgruppe nun auch in der Unterkunft angekommen war, konnten wir den Abend gemeinsam bei Abendbrot, Angelgeschichten und Lagerfeuer ausklingen lassen. Nachdem es dunkel war machten sich unsere Jungangler noch einmal auf den Weg an den See, um diesmal vom Ufer aus Mit Tauwurm den Aalen nachzustellen. Leider sollte dieser Versuch nicht von Erfolg gekrönt sein, trotzdem war es ein schönes Erlebnis für uns alle, am Seeufer den unglaublichen Sternenhimmel und die Ruhe zu genießen. Der Sonntag sollte bei ebenfalls schönem Herbstwetter mit kühler Ostbriese nun doch hoffentlich etwas mehr Erfolg bringen... Die Boote wurden nach dem Frühstück beladen und wir wollten heute zunächst gezielt auf Hecht und später auf Barsch angeln. Die Hechte wollten wieder nicht so richtig beissen, auch ein Ausflug zum Kleenzsee brachte nicht den gewünschten Erfolg, aber am Barschberg auf dem Labussee hatten wir mehrere Bisse, die wir allerdings nicht verwandeln konnten- nun stieg die Motiavation noch einmal kräfig an. Nachdem es auf dem See recht windig wurde, versuchten wir unser Glück noch einmal vom Ufer aus in der Nähe der Fischerei Canow und hier konnten unsere Jungangler ihre ganze Erfahrung als Uferangler ausspielen. Es konnten zahlreiche schöne Barsche gelandet werden den größten Fisch mit 35cm fing Julien in der Nähe der Schleuse in Canow. Auf der Rückfahrt zur Unterkunft genossen wir den herbstlichen Sonnenuntergang und freuten uns schon auf unser Abendbrot- in Butter gebratene Barsche. Auch heute wollten versuchten wir es in der Dunkelheit noch einmal vom Bootssteg aus, den einen oder anderen Aal zum Anbiss zu überreden, allerdings hatten lediglich die Brassen Appetit auf unsere Tauwürmer. Am Montag packten wir zunächst unsere sieben Sachen und konnten dann noch einmal 2 Stunden mit dem Boot raus. Ein kleiner Hecht konnte noch gefangen werden, bevor es gegen Mittag auf den Rückweg nach Dresden ging. Das Angelcamp war für uns ein schönes gemeinsames Erlebnis und wir haben viel gelernt. Ein großer See muss eben ganz anders als ein Fluß wie die Elbe beangelt werden. Die Ruhe und die schöne Natur haben uns für die nicht ganz so reichliche Fischausbeute mehr als entschädigt und wir freuen uns schon auf den nächsten gemeinsamen Angelausflug!